Jeder Mensch kann jeden lieben

Geschrieben in _to_hear_,_to_read_ von Woyng am Donnerstag, 04. September 2014 20:11

Jeder Mensch kann jeden lieben,
wenige nur wählt er aus.
Warum den und nicht den andern,
was hat jener dem voraus.
Warum zeigen unsre Augen nur so selten diesen Glanz,
zittern wir vor der Berührung
finden wir den andern ganz.
Sind es unbekannte Sender,
die da strahlen und verstehn.
Warum jener nur von diesen,
was macht den vor andern schön.
Gibt es ganz bestimmte Tage,
wo man ‘n ersten Besten nimmt,
warum dann und nur den Ersten
und wann ist man so gestimmt.

Jeder böse Mensch kann gut sein,
jeder gute Mensch auch schlecht.
Warum weiß man wen man möchte,
ist uns der vor Andern recht.
Einem schaut man in die Seele,
jedem andern auf die Haut,
warum macht uns einer leiser,
jeder andre nichts als laut.
Eine unbewohnte Insel
barg zwei Menschen aus der Not,
warum wuchs aus diesem Zufall
eine Liebe bis zum Tod.
Fuhr ein andrer lebenslänglich
ungezählte Häfen an.
Warum fand er da nicht einen,
dem zutiefst er zugetan.

Jeder Mensch kann jeden lieben,
manchmal wählt er einen aus,
lädt sich von Millionen diesen
in sein Herz und in sein Haus.

(Kurt Demmler)

the art of navigating by the stars

Geschrieben in _to_hear_,_to_read_ von Woyng am Mittwoch, 03. September 2014 18:14

 

the more we wait for things to change
the more they stay the same
and the more they stay the same
we change

(from Sieges Even – The Art of Navigating by the Stars – VII – Lighthouse)

Der Kümmerer

Geschrieben in _to_read_ von Woyng am Montag, 18. August 2014 19:35

Der Kümmerer

Der Kümmerer ist zwar ein Mann,
doch seine Männlichkeit hält sich in Grenzen.
Er nimmt sich zwar der Frauen an,
doch andre Männer ziehn die Konsequenzen.

Der Kümmerer ist ein Subjekt,
das Frauen, wenn es sein muß, zwar bedichtet,
hingegen auf den Endeffekt
von vornherein und überhaupt verzichtet.

Er dient den Frauen ohne Lohn.
Er liebt die Frau en gros, er liebt summarisch.
Er liebt die Liebe mehr als die Person.
Er liebt, mit einem Worte, vegetarisch !

Er wiehert nicht. Er wird nicht wild.
Er hilft beim Einkauf, denn er ist ein Kennler.
Sein Blick macht aus der Frau ein Bild.
Die andren Blicke werfen andre Männer.

Die Kümmerer sind sehr begehrt,
weil sie bescheiden sind und nichts begehren.
Sie wollen keinen Gegenwert.
Sie wollen nichts als da sein und verehren.

Sie heben euch auf einen Sockel,
der euch zum Denkmal macht und förmlich weiht.
Dann blicken sie durch ihr Monokel
und wundern sich, daß ihr unnahbar seid.

Dann knien sie hin und beten an.
Ihr gähnt und haltet euch mit Mühe munter.
Zum Glück kommt dann und wann ein Mann
und holt euch von dem Sockel runter!

(Erich Kästner)

Der Sinn des Lebens

Geschrieben in FFFOUND!,MOTD,_to_read_ von Woyng am Montag, 22. August 2011 9:58

Ganz klein und versteckt findet sich in Monty Phytons “Der Sinn des Lebens” derselbe wirklich!

matter is energy. In the universe, there are many energy fields which we cannot normally perceive. Some energies have a spiritual source which act upon a person’s soul. However, this soul does not exist ab initio, as orthodox Christianity teaches. It has to be brought into existence by a process of guided self-observation. However, this is rarely achieved, owing to man’s unique ability to be distracted from spiritual matters by everyday trivia.

Ein Mensch …

Geschrieben in _to_read_ von Woyng am Samstag, 18. Juni 2011 10:25

Ein Mensch, der sich sehr schlecht benahm,
spürt zwar in tiefster Seele Scham.
Jedoch, sofern er kein Gerechter,
benimmt er fortan sich noch schlechter,
weil du für seine falsche List
ein wenn auch stummer Vorwurf bist.
Dies ist der Grundsatz, dem er huldigt:
»Es klagt sich an, wer sich entschuldigt!«
Auch ist ihm dieser Wahlspruch lieb:
»Die beste Abwehr ist der Hieb!«
Und, da er sich einmal beleidigt,
bleibt ihm nur, daß er sich verteidigt,
indem er, sich in dir betrachtend,
in dir sein Spiegelbild verachtend,
dasselbe zielbewußt verrucht
endgültig zu zertrümmern sucht.

Eugen Roth: Ein Mensch… Duncker, Weimar 1940

Hier gefunden

Das Pfälzer Novemberrätsel

Geschrieben in My Home,_to_read_ von Woyng am Freitag, 12. November 2010 16:16

Die Südpfalz. Unendliche Weiten. Wir schreiben den 12. November 2010 und verspüren Lust, bei diesem ungemütlichen Wetter mal wieder ins Hallenbad zu gehen.

Die Institution der Wahl ist hierzulande ganz klar der Pirmasenser Luft- und Badepark, kurz PLUB. Schnell die Sachen zusammenpacken und los…aber halt! Beim zufälligen Verweilen auf der PlubSite liest man immer wieder Dinge wie Wiedereröffnung des Hallenbades verschiebt sich und Wiedereröffnung ist für November 2010 geplant etc..

Es gelingt nicht ansatzweise, anhand der vielfältigen “Informationen” und “mehr…”-Links auf der Seite herauszufinden, ob das Hallenbad jetzt geöffnet ist oder nicht. Der Ticker auf der Startseite sagt “++++ Besuchen Sie unseren neugestalteten Saunabereich … ++++”. Erst ein Anruf bei der im Impressum genannten Telefonnummer brachte Klarheit. Die bei “Kontakt” genannte Nummer hat nicht funktioniert…kann ja auch nicht…wird ja gerade umgebaut. Vielleicht.

The Refutation

Geschrieben in _to_read_ von Woyng am Donnerstag, 04. November 2010 22:23

The Refutation

Who could stand, upon the stream, and not be swept away
Could grasp a hand, though sirens scream, and force himself to stay
When oceans beckon, cold and free, to boy the weary mind
Beyond all reckon, in faith to see, the end-point of our kind

Harsh babbling time, it fills our ears, with strident melody
Who calls it crime, to leap the years, and seek our destiny
Why still be cowed, by childish tails, of Fire’s ceaseless tongue
We’re not that crowd, who shopped the sales, and to indulgence clung

Is love a myth, and peace a dream, is all we seek for not
We’ve seen no smith, to weld the seam, so all might end in rot
On marching children, burdens fall, the fruit of knowledge sought
The ranks will sicken, damn us all, our souls have all been bought.

No god or gods, who loved us well, could let such torment be,
And we are frauds, who see this hell, by living so do we.

(Stephen B. Murgaski)

Geschrieben in MOTD,_to_read_ von Woyng am Mittwoch, 03. November 2010 21:34

She used to show me how wonderful I am, and now she shows me how wonder-less is my routine plodding through life.

(Psychology Today)

10 bahnbrechende Erfindungen der Holländer

Geschrieben in _to_read_ von Woyng am Donnerstag, 28. Mai 2009 12:54

1.) Der Vanillejoghurt
(Cornelis van Ille, 1683)

2.) Klassik zum Mitklatschen
(Adieu Rieu, 1978)

3.) Butterscotch Caramel
(De Kuyper)

4.) Solare Meerwasserentsalzung
(Jan de Koning, 2004)

5.) Die Gaslampe
(Petrus Minckeleers, 1785)

6.) Das U-Boot
(Cornelius Drebbel, 1620)

7.) Die Radarfalle
(Gatsometer BV, 1960er)

8.) Bakterien
(Anton van Leeuwenhoek, 1676)

9.) Rückwärts-Rennen mit DAF-Autos, ohne und mit Wohnwagenanhänger
(?)

10.) Ähem …

Jednego serca

Geschrieben in _to_hear_,_to_read_ von Woyng am Dienstag, 11. November 2008 0:00

Jednego serca / gesungen von Czeslaw Niemen / geschrieben von Adam Asnyk
(…sorry…warum auch immer, aber ich mag das einfach…das Lied, das Video, den Niemen…)

Jednego serca! tak mało, tak mało,
Jednego serca trzeba mi na ziemi!
Co by przy moim miłością zadrżało,
A byłbym cichym pomiędzy cichemi.

Jednych ust trzeba! Skąd bym wieczność całą
Pił napój szczęścia ustami mojemi,
I oczu dwoje, gdzie bym patrzał śmiało,
Widząc się świętym pomiędzy świętemi.

Jednego serca i rąk białych dwoje!
Co by mi oczy zasłoniły moje,
Bym zasnął słodko, marząc o aniele,

Który mnie niesie w objęciach do nieba;
Jednego serca! Tak mało mi trzeba,
A jednak widzę, że żądam za wiele!

 

Ein einzig Herz! und sei es noch so klein,
ein einzig Herz begehr ich auf der Erde.
Es wurde Halt und Ziel für meine Liebe sein,
daß ich auch Stiller bei Gestillten werde.

Ein einzig Mund, daß ich aus seiner Schale
den Trank der Seligen genießen kann,
zwei Augen, die mir kühn entgegenstrahlen,
mein Strahlen fachte sich an ihnen an.

Ein Herz nur und vielleicht zwei weiße Hände,
die hütend sich auf meine Augen legen;
Ich könnte meine Engelsträume hegen,

sie trügen mich zum Himmel, wie im Spiel.
Ich wünschte nur, daß ich dies Herz einst fände
und weiß doch insgeheim, ich will zu viel.

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