Doch Soundscapes: 20 Meter weiter :-)

Geschrieben in _to_hear_ von Woyng am Samstag, 26. November 2005 14:07

Nachdem die hiesige evangelische Kirchengemeinde es ja gestern abgelehnt hat, mich in der Kirche Soundscapes machen zu lassen, ist mir eine Idee gekommen:

Wenn der Prophet nicht zur Kirche kommen darf, muß die Kirche eben zum Propheten kommen :-)

Heißt auf Deutsch:

Ich mache die Soundscapes einfach 20 Meter weiter westlich, nämlich hier!

(Hier, das heißt: Mitten im Pfälzer Wald, ewa im Schnittpunkt der Linien Kaiserslautern-Karlsruhe und Mannheim-Pirmasens)

Im großen Hinterzimmer ist Platz für bestimmt 40-50 Zuhörer…ein paar Instrumente aufbauen, und spielen.
Jeder wäre herzlich eingeladen zum Zuhören (insbesondere auch die protestantische Kirchengemeinde), und wenn er von weiter weg kommt, auch zum Übernachten. Und kosten tuts auch nix.

Das könnte man sogar öfter machen, alle paar Wochen vielleicht?!?
Jemand könnte Licht machen oder mit seltsamen WinAmp-Plugins und einem Beamer wirres Zeug an die Wand werfen
Jemand könnte das natürlich auch aufnehmen und dafür sorgen, daß es nicht übersteuert (hat schon so manche meiner Scapes zu 95% ruiniert)

Ideen, Pläne, Wünsche…

…was haltet ihr denn davon? Wer würde denn kommen?

Feedback wanted!

Stroke V.72

Geschrieben in _to_hear_ von Woyng am Freitag, 25. November 2005 22:27

Es geht manchmal doch voran.

Sehr schleppend derzeit, weil viel Arbeit, und abends bin ich meistens zu kaputt, um noch kreativ zu sein. Das wird noch mindestens einen Monat so weitergehen. Wenn meine liebe Kerstin nicht wäre…ich würde gar nicht mehr runterkommen.

Ideen kommen, wenn ich mal mit dem Auto unterwegs bin und dann dabei Stroke in der letzten Version hören kann.
In der Zwischenzeit sind viele kleine Ideen und Verbesserungen eingeflossen…aber der (5+7+7+5)-Part, der ab 14:26 beginnt, hat es in sich: Meditativ…zu Anfang reicht ein pulsierender Bass und ein dezentes aber hypnotisches Schlagzeug. Darüber haben Strings genug Platz, sich auszubreiten…ein weites Feld, trotz der Tatsache, daß der Bass stetig in F hämmert.

Weite. Leere. Stille. Horizont.

Ich weiß nicht, warum viele immer von mir denken, daß ich nur die schrägen und schiefen Sachen mag…ich mag sie dann, wenn sie angebracht und echt sind, genauso wie ich die Stille mag, wenn sie notwendig und “da” ist. In den letzten Jahren waren fast immer die leisen Töne angebracht…ist es wirklich so überraschend, daß ich Dick Gaughan so viel mehr schätze als Yes? Ersterer weiß einfach, wann es reicht, einen einzigen Ton zu spielen (October Song, etc. etc.), ohne dabei an Intensität einzubüßen. Letztere haben das noch nie verstanden, mmer alles mit Tönen vollgepackt, und dabei potentielle Meisterwerke kaputtgemacht (Close to the Edge, Fragile).

Aus dem gleichen Grund finde ich Magma und Vander viel viel besser als das ganze nervige Geschrammel, das sich Zeuhl nennt…es fehlt der ruhende Pol, die mystische, göttliche Komponente.

Zunh – Sewolawen
Dihhel – Wurdah

Keine Soundscapes in der Kirche :-(

Geschrieben in _to_hear_ von Woyng am Freitag, 25. November 2005 20:43

Ich habe vor einiger Zeit bei der einheimischen Pfarrerin nachgefragt, ob ich in der schönen Kirche, die 20 Meter von hier entfernt ist, Soundscapes spielen dürfte. Habe ihr auch eine CD zusammengstellt, mit den unschrägsten Samples, die ich hatte.
Sie meinte “Warum eigentlich nicht”, müßte es nur noch mit ihrem Presbyterien-Rat (?) besprechen, aber sie könnte sich nicht vorstellen, was die dagegen haben könnten.

Heute nun der Anruf: Es geht nicht, sie wollen es nicht.

Argumente waren in etwa:

-Wir wollen nicht, daß die Kirche zu einem Proberaum wird
(habe ich nie gesagt…der “Proberaum” ist ja hier)

-Wenn wir das Ihnen erlauben, dann wird vielleicht bald jeder kommen
(haben vielleicht Angst, daß eine lokale DeathMetal-Schülerband schwarze Messen feiern will)

-Die Musik hat keinen Inhalt
(weil ich gesagt habe, daß die Musik keinen Zweck verfolgt und nicht zu irgendetwas benutzt werden kann (zum Joggen, zum Einkaufen, zum Geldverdienen, zum äh Gottesdiensteln, etc.)

Eine Menge Mißverständnisse als Basis einer Entscheidung.

Es heißt doch “Klopfet an, so wird euch aufgetan.”
Man muß halt nur wissen, an welche Tür man klopfen muß…

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